3 - Tages – Pilgerung „In Verbindung gehen“ (9. , 10. , 11. Juni 2026)
Diese Pilgerung fand im Rahmen meiner Ausbildung zur Zertifizierten Pilgerbegleiterin der Diözese St. Pölten statt, die ich im August diesen Jahres im Bildungszentrum St. Benedikt in Seitenstetten abschließen werde.
Die Route: Der Weg war als Rundweg angelegt, der sowohl den Start und das Ziel und auch das Most- und das Mühlviertel miteinander verbunden hat. Unser Pilgerweg führte uns zunächst über Strengberg und Wallsee nach Mitterkirchen. Am nächsten Tag weiter über Naarn, Au/Donau und Mauthausen nach St. Pantaleon/Erla. Am dritten Tag marschierten wir über den Rohrberg in St. Valentin wieder Richtung Haag. Dabei begingen wir kurze Etappen des österreichischen Jakobsweges, des Jerusalemweges und des Mostviertler Ursprung Weges.
Der Weg: Die drei Tage waren gefüllt mit Impulsen, guten Gesprächen, herausfordernden Wetterverhältnissen und so manchen Überraschungen. So trafen wir zB in der Kirche von Mitterkirchen auf vier Rad-Reisende Belgier, die mit uns spontan einige Lieder sangen. Nachdem wir noch das wunderschön vorgetragene vierstimmige „Laudate nomen Domini“ von Christopher Tye genießen durften, erfuhren wir, dass es sich um Kirchenchor-SängerInnen handelte, die auch das gleiche Quartier wie wir gebucht hatten. Das Singen begleitete uns übrigens auf dem ganzen Weg … und auch die Sorge um das Wetter! Mit Regenschirm und Poncho ausgestattet, stellten wir uns der Herausforderung.
Eine Vielzahl an Verbindungen: Wir überquerten zahlreiche Brücken, die uns als Symbol der Verbindung begleiteten. Die eindrucksvollste von ihnen war sicherlich die Mauthausener Brücke. Wir waren eingehüllt vom Verkehrslärm und spürten das Vibrieren und Schwanken der Brücke, was merkliches Unbehagen auslöste. Es ist wie im Leben – Verbindungen einzugehen löst manchmal Unsicherheit aus und es braucht Mut, um trotzdem voranzugehen! Mit dem Pilgerstab und dem Symbol des Kreuzes haben wir die Verbindung zu Jesus gestärkt, Begegnungen und Erlebnisse haben unsere Verbindung untereinander gefestigt, die Verbindung zu Gott ist durch den Weg spürbar geworden.
Das Ziel: Schließlich erreichten alle Teilnehmerinnen gemeinsam das Ziel – unsere Stadtpfarrkirche in Haag. Mit dem Schutz des Hl. Erzengels Michael und dem Pilgersegen von unserem Herrn Kaplan Josef machen wir uns nun wieder auf den Weg in den Alltag – gestärkt durch die verbindenden Erlebnisse der vergangenen Tage!
Ich bedanke mich bei meinen Teilnehmerinnen für ihren Mut, ihr Durchhaltevermögen und ihr Vertrauen, diesen Weg mit mir zu gehen und freue mich auf alles, was im Zuge meiner Tätigkeit als Pilgerbegleiterin noch kommt!